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Modelle

Echter Mehltau

Oidium sur feuilleOidium sur grappeOidium sur grappe avec grains éclatés

Der Echte Mehltau (Oidium), verursacht durch Erysiphe necator, ist eine häufig auftretende Rebenkrankheit in der Schweiz, vor allem im Wallis und im Lavaux. Bei ungenügender Bekämpfung, kann er einen beträchtlichen negativen Einfluss auf die Menge und die Qualität der Ernte haben. Die Bekämpfung des Echten Mehltaus in der Schweiz erfordert, je nach Region und den jährlichen klimatischen Gegebenheiten, 3 bis 10 Behandlungen mit wirksamen Fungiziden. Im Zuge eines verantwortungsbewussten Weinbaus, ist die Verwendung von Entscheidungshilfen die die Entwicklung des Erregers modellieren, eine Möglichkeit, um die Bekämpfung bzw. die Verwendung von Fungiziden zu optimieren. Das Modell VitiMeteo-Oidium, gemeinsam entwickelt von Agroscope Changins-Wädenswil und vom Weinbauinstitut von Freiburg im Breisgau (D) auf der Basis des OiDiag – Modells von W. Kast (D), ist ein wertvolles Werkzeug, um das Infektionsrisiko von Echtem Mehltau vorherzusagen. VitiMeteo-Oidium bezieht zwei Parameter ein um den Risikoindex zu kalkulieren. Es verwendet die spezifische Sensibilität im phänologischen Entwicklungsstadium der Rebe und die Wetterbedingungen, die für die Entwicklung des Krankheitserregers notwendig sind. Die Strategie der Modellanwendung ist es, die Reben möglichst gut zu schützen, während diese sehr empfindlich und die Wetterbedingungen für den Echten Mehltau günstig sind.

Das Modell VitiMeteo-Oidium muss mit der entsprechenden Bekämpfungsstrategie eingesetzt werden. Der Mehltau-Index gibt Aufschluss über das Risiko und zeigt nicht die effektiven Infektionsereignisse. Die Hinweise des Modelles sind nur gültig für gesunde Parzellen, im Falle von Mehltaubefall in der Parzelle darf auch bei tiefem Risiko auf keinen Fall die Behandlung unterbrochen werden.