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Falscher Rebenmehltau

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Der Falsche Rebenmehltau, verursacht durch Plasmopara viticola, ist eine der wichtigsten Krankeiten der Rebe in der Schweiz. Eine unzureichende Bekämpfung kann nicht nur eine negative Wirkung auf die Menge und die Qualität der Ernte haben, sondern, durch starken frühzeitigen Blattflächenverlust, auch eine Schwächung der Pflanze für das kommenden Jahr verursachen. Zum Schutz der Schweizer Weinberge gegen den Falschen Rebenmehltau müssen, je nach Region und jährlichen klimatischen Bedingungen, 6 bis 10 gezielte Behandlungen mit Fungiziden durchgeführt werden.

Im Rahmen eines modernen Weinbaus ist die Verwendung von Entscheidungshilfen, die die Entwicklung von Krankheitserregern zu modellieren, eine Möglichkeit, um die Bekämpfung besser zu steuern und den Einsatz von Fungiziden zu beschränken.
Das Experten-Modell VitiMeteo-Plasmopara, gemeinsam entwickelt durch Agroscope Changins-Wädenswil und das Weinbauinstitut von Freiburg im Breisgau (D), stellt ein wertvolles Instrument dar um die Entwicklung des Falschen Rebenmehltaus vorherzusehen. VitiMeteo-Plasmopara modelliert jede Entwicklungsetappe von Plasmopara viticola, mit den aus dem meteorologischen Stationsnetz gewonnen Daten und liefert so wichtige Angaben über die Infektionsereignisse. Seit 2005 ist das Modell für die Schweizer Weinbauern auf der Internetseite von AGROMETEO verfügbar. Das Modell ist sehr erfolgreich und wurde 2012 in allen Rebbauregionen der Schweiz und Deutschlands, sowie einigen Regionen Österreichs und den nördlichen Provinzen Italiens benutzt um das Auftreten des Falschen Rebenmehltaus zu modellieren.