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Modelle

Tropfbewässerung

 

Irrigation goute à goute

In jeder der sechs Messzonen in der Nähe einer Tropfvorrichtung, die für die Obstparzelle repräsentativ ist, sind zwei Sonden des Typs Watermark SS200 installiert. In der nebenstehenden Abbildung dient die linke Sonde der horizontalen und die rechte Sonde der vertikalen Messung der Wasserausbreitung. Die beiden Sonden werden in einer festgelegten Entfernung im Boden platziert. Die Oberflächensonde (Sonde de surface) wird je nach Bodenart 25-35 cm von der Tropfstelle entfernt und 25-30 cm tief platziert. Die Tiefensonde (Sonde de profondeur) wird mit 15 cm Entfernung von der Tropfkante und in einer Tiefe von 50-60 cm platziert.

Irrigation goute à goute - Graphique

Das an die Sonden angeschlossene Gerät ist so programmiert, dass es mehrere Bewässerungen pro Tag durchführt. Diese werden nur dann ausgelöst, wenn die Bodenfeuchte einen kritischen Schwellenwert überschreitet, in der Regel 40-50 cbar für Mittelwerte der sechs Oberflächensonden (rot) und 30-40 cbar für Mittelwerte der sechs Tiefenssonden (blau). Zur besseren Übersicht sind nur zwei Messkurven, eine für die Oberfläche und eine für die Tiefe, dargestellt (Höchstwerte, durchgezogene Linie).

 

Die Balken zeigen die Tagessumme der tatsächlich ausgelösten Bewässerung an. Sie stellen eine nahezu optimale Bewässerung dar, da sie sich praktisch in Echtzeit an den Wasserbedarf der Obstparzelle, der wiederum Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, anpassen. Die Anzahl der Bewässerungen, ihre Dauer sowie die Auslöseschwellen können über einen per SMS gesendeten Befehl ferngesteuert werden.

Standorte

Derzeit sind zwei Standorte für die Region Genfersee (Sorte Gala in Etoy und Sorte Golden in Grens) und einer für das Zentralwallis (Sorte Jazz in Conthey) eingerichtet. Diese Standorte können in ihren jeweiligen Regionen als Referenz für Apfel-Produktionsanlagen dienen. Diese Referenzen sind aktuell jedoch lediglich Grössenordnungen, da die Bewässerung von vielen Faktoren beeinflusst wird. Um der Vielfalt der Situationen je nach Art und Tiefe des Bodens, dem möglichen Vorhandensein eines Grundwasserspiegels, dem Alter, der Stärke und dem Wasserbedarf der Bäume Rechnung zu tragen, sollte die Anzahl der Standorte erhöht werden.